Katholische Pfarrgemeinde  Dom zum Heiligen Kreuz

Nordhausen

Liturgie - Der Zweite Blick

 

 

Angesichts der steigenden Lebensmittelnachfrage ist es unerlässlich, dass die Früchte der Erde allen zur Verfügung stehen. Einige meinen, es würde genügen, die Zahl der zu ernährenden Münder zu senken (…). Aber das ist eine Scheinlösung, wenn man sich das hohe Maß der Lebensmittelvergeu-dung und die hohe Ressourcenverschwendung der Konsummodelle ansieht. Reduzieren ist einfach, Teilen dagegen setzt eine Umkehr voraus. 

Papst Franziskus in seiner Rede am Sitz der Ernährungs- und Landwirtschaftsorganisation (FAO) in Rom anlässlich des Welternährungstages am 16. Oktober 2017

Bibelwort: Johannes 6,1-15 (Evangelium vom 17. Sonntag im Jahreskreis)

AUSGELEGT!

Manchmal stolpere ich über eine Zeile im Evangelium und denke: Was soll denn diese Info da jetzt? So ging es mir an diesem Sonntag mit: „Es gab dort nämlich viel Gras!“ Übervolle Brotkörbe, staunenswerte Wunder, danach hoch theologische Worte über „Ich bin das Brot des Lebens“ – und: Infos über die Botanik.

Ob die Leser des Johannes den Psalm 23 auch so gern mochten? „Der Herr ist mein Hirte“, gehört bei Umfragen regelmäßig zu den beliebtesten Psalmen. „Er lässt mich lagern auf grünen Auen“, heißt es da. Platz nehmen dürfen, Ruhe finden und Satt-Werden, dieses Glück, das Gott schenkt, findet im Grünen statt. Grün – das ist Glück pur in einem heißen, trockenen Land, in dem Wasser und Schatten lebensrettend sein können.

Mit Jesus sitzen auch wir auf diesen grünen Auen, bekommen, so viel wir wollen und staunen über die Überfülle seiner Geschenke. Unübersehbar viele (5.000 Männer!) brauchen das und bekommen es auch. „Meine Lebenskraft bringt er zurück“, heißt es in der neuen Einheitsübersetzung. Was für ein Versprechen! Jesus will es einlösen.

Christina Brunner

Quelle: Bergmoser + Höller Verlag AG
Foto: Peter Kane
Bild im Header:
© Herrad von Landsberg / cc0 – gemeinfrei / Quelle: commons.wikimedia.org



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