Katholische Pfarrgemeinde  Dom zum Heiligen Kreuz

Nordhausen

Liturgie - Der Zweite Blick

 


Foto: Michael Tillmann

Jesus schickt uns hinaus in die Welt – in der Geborgenheit des Vaters, der uns erschaffen hat; in der Gnade des Sohnes, der uns erlöst hat und mit dem Beistand des Geistes.

Damit habe ich doch ein Programm im Gepäck, für das ich mich nicht zu schämen brauche.








 


Bibelwort: Mathäus 28,16-20 (zum Evangelium vom Dreifaltigkeitssonntag)

AUSGELEGT!

Einige aber hatten Zweifel.
Das Matthäusevangelium endet mit einem Treffen auf dem Berg. Ein wichtiger Ort in diesem Evangelium, ein Platz, der Übersicht schenkt. In dieser Begegnung hoch über den Mühen der Ebene können die Jünger zurückschauen auf die weiten Wege, die sie mit dem Herrn gegangen sind und vorausschauen auf das Größere, was auf sie zukommen wird. Da kommt Freude auf, „einige aber hatten Zweifel“. Dürfen die das?
Sie dürfen. Denn das griechische Wort bedeutet „hin- und hergerissen sein“. Und diesen Zustand kenne ich gut! Die Begegnung mit Christinnen und Christen, die wie ich unterwegs sind. Die Entdeckung, wie ansteckend andere Kulturen und Nationen ihren Glauben feiern. Die Enttäuschung über Entwicklungen in meiner Kirche, die nicht weitergehen. Die Sorge, hinter allen Strukturdebatten könnte die Freude an Jesu Wort verloren gehen. Und sehr oft die entscheidende Frage: Lohnt sich das alles noch? Hin- und hergerissen – das bin ich. So darf ich Jesus begegnen. Und bin doch aufgefordert, weiterzugeben, was ich vom Evangelium verstanden haben. In der mühevollen Ebene.

Christina Brunner


Bild im Header: siehe Seite "Liturgie"
Text- und Bildquelle: Bermoser + Höller Verlag AG
Bild: Foto: Michael Tillmann

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