Katholische Pfarrgemeinde  Dom zum Heiligen Kreuz
Nordhausen

Liturgie - Der Zweite Blick

 


Foto: Peter Kane


Zwei Spatzen auf einem Grabstein bringen zum Ausdruck, was Jesus den Seinen verspricht: Fürchtet euch nicht. Niemand fällt aus der Hand des Vaters. Wenn das Leben und auch das Sterben unter dieser Überschrift steht, kann ich anders leben und auch dem Tod anders begegnen. Gelassener. Vertrauender. Hoffnungsvoller. Und wenn das Vertrauen in das Versprechen Jesu manchmal schwindet und Angst und Zweifel groß werden, dann bitte ich den Herrn, dass er mir glauben hilft.


Bibelwort: Matthäus 10,26-33 (Evangelium vom 12. Sonntag im Jahreskreis)

AUSGELEGT!

You can kill my body, but you cannot kill my spirit. Du kannst meinen Körper töten, aber du kannst nicht meinen Geist töten. So singen „Eric Burdon and The animals“. In einer Zeit, in der die gesamte Menschheit in einer Krise ist: ökologisch, ökonomisch, politisch und spirituell, stellen viele die Frage: Was kann ich überhaupt bewirken? Und ihre Antwort ist oft: Wenig bis gar nichts. „Fürchtet euch nicht vor denen, die den Leib töten, fürchtet euch vor dem, der die Seele töten kann.“ Das ist nicht der Teufel, das sind wir selbst. Wenn wir meinen, unser Engagement lohnt sich nur, wenn möglichst viel dabei herumkommt und wir am besten die ganze Welt verändern, ist Resignation vorprogrammiert. Es geht nicht darum, was wir bewirken, sondern wer wir sein wollen. Lassen wir zu, dass wir unsere Menschlichkeit, unsere Seele töten, weil die anderen genauso sind und wir sonst die dummen? Oder entscheiden wir uns, Mensch unter Menschen zu, ein Christ im Geiste Jesu, egal, was wir bewirken? Bekennen wir uns zu Jesus, zu Mitmenschlichkeit und Liebe, egal, was wir bewirken, werden wir ganz bestimmt wirksam sein.

Klaus Metzger-Beck

Quelle: Bergmoser + Höller Verlag AG
Foto: Peter Kane
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