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Foto: picture alliance/Newscom/Stefano Spaziani


Wer sich als „Glaubenswächter“ versteht, der für sich beansprucht, die„Wahrheit“ zu be-sitzen, könnte mit dem Evangelium des Sonntags Schwierigkeiten haben. Denn Jesus prophezeit eine erstaunliche Offenheit und Weite.

Aus aller Welt strömen die Menschen herbei, um „im Reich Gottes zu Tisch“ zu sitzen. Es gilt keines der bekannten Kriterien: Weder die Zugehörigkeit zum Volk Israel (heißt heute: zur Kirche) noch die persönliche Bekanntschaft mit Jesus garantieren irgendetwas. Selbst das Sprichwort von den Ersten und Letzten relativiert Lukas noch einmal: Die Ver-hältnisse drehen sich nicht um; vielmehr gibt es für jede und jeden die gleichen Chancen und Risiken.

Eine klare Botschaft zu Ökumene und interreligiösem Miteinander.

 

Ausgelegt!

Bibelwort: Lukas 13,22-30 (zum Evangelium vom 21. Sonntag im Jahreskreis)


Ich kann mir meines Heiles nicht sicher sein – das ist für mich die Quintessenz der durchaus harten und barschen Worte Jesu. Ich darf mir meines Heiles nicht sicher sein – ich darf darauf hoffen, ich darf darum bitten, doch eine Garantie habe ich nie. Die Gnade Gottes ist keine billige Gnade: „Wir haben doch in deinem Beisein gegessen und getrunken und du hast auf unseren Straßen gelehrt“ – das ist zu wenig. Das wäre in der Tat billige Gnade.

Habe ich denn auch Gemeinschaft gesucht mit Jesus, heißt, habe ich Gemeinschaft gesucht, mit denen, die an den Rand gedrängt sind? Habe ich Jesus nicht nur lehren gehört, sondern bin seinen Lehren auch gefolgt? Oder habe ich auch Unrecht getan? Das sind ein paar Fragen, denen ich mich stellen muss.

Jesus ist auf dem Weg nach Jerusalem, auf dem Weg ins Leid. Bin ich bereit, ihm nachzufolgen? Stelle ich mich an die Seite der Leidenden? Noch ein paar Fragen und ich spüre, die Tür wird enger. Ich bin Christ, getauft und gefirmt, doch deshalb ist die Tür ins Himmelreich kein Scheunentor für mich. Wie weit die Tür ist, entscheide nicht ich. Jesus ist auf dem Weg ans Kreuz. Sein Leiden und Sterben verheißen Gnade, die er teuer erkauft hat. Auf diese Gnade darf ich hoffen – nicht mehr, aber auch nicht weniger.


Michael Tillmann

 

 

Quelle: Bermoser + Höller Verlag AG


Quelle: Pfarrbriefservice.de

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