1741

 Besucher 

seit dem 1. Februar 2017


Legende Inhaltsverzeichnis:

(*)   in redaktioneller Bearbeitung

(+)  Veränderung/Ergänzung

(!)   neuer Inhalt

(#)  Menüpunkt verschoben

 

Foto: Foto Begsteiger/Michaela Begsteiger

 März


Eine lebensgroße Figur aus Lehm und Stroh – Teil einer skulpturalen Rauminstallation zur Fastenzeit der Künstlerin Sara Opic in der Augsburger Moritzkirche. Was hat diese Lehmfigur mit der Fasten- bzw. Passionszeit zu tun, die den Monat März prägt?

Einen Schlüssel zum Verständnis finde ich in der Schöpfungserzählung: Adam, der Mensch, wird von Gott aus Lehm (adamah = Ackerboden) geschaffen. Der aus Lehm geschaffene Mensch, der im Paradies lebt, ist der Mensch, wie ihn sich Gott von Anbeginn an vorgestellt hat. Der Mensch kann nicht aus eigener Kraft ins Paradies heimkehren, doch die Fastenzeit ist eine Einladung, sich wieder auf das Wesentliche zu konzentrieren, auf die Beziehung zu Gott, dem Schöpfer. Das bringen auch die insgesamt drei Figuren von Sara Opic zum Ausdruck, die in dem Kirchenraum so platziert sind, dass ihre Blickrichtungen und Haltungen zum Heiligen hinführen. Die Figur auf dem Foto trägt den Titel „Wirklichkeit/Wahrheit“ – im Kontext der Fastenzeit Aufforderung, sich mit der Wirklichkeit des eigenen Lebens zu befassen und sich selbst gegenüber ehrlich zu sein. Und einen weiteren Hinweis geben die Lehmfiguren der Künstlerin. Aufgrund ihrer Beschaffenheit aus Lehm und Stroh ist ihre Existenz begrenzt; sie gehen den Weg alles Irdischen, wie auch der Mensch, der vom Staub kommt und zum Staub zurückkehrt.

Viele nachdenkenswerte Aspekte für die anstehenden Wochen.


Installation „Johanna“ von Sara Opic, Moritzkirche, Augsburg 2014, Foto: picture alliance/dpa/Karl-Josef Hildenbrand


 

Quelle: Bergmoser + Höller Verlag AG

Im Jahreskreis

Lesejahr A

© Michael Bogedain; pfarrbriefservice.de
© Bernhard Riedel; pfarrbriefservice.de
© Barbara Neumann; Bistum Erfurt
© www.katholisch.de
© www.zdk.de
© www.dbk.de
© www.kirche.tv