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Hans Baldung Grien, Trinität und mystische Pieta, 1512

 

Das Bild erweckt den Eindruck einer doppelten Trinität. Einmal wie üblich Gottvater, Sohn und Heiliger Geist; die andere: die trauernden Maria und Johannes mit Jesus. Beides Mal steht der leidende und sterbende Jesus im Mittelpunkt. Seine Liebe, die bis in den Tod gegangen ist, ist der Schlüssel zum Verständnis der göttlichen Dreifaltigkeit. In ihr erfahren wir die ganze Fülle der Liebe Gottes – des Schöpfers, des Erlösers und des Beistands.

Ausgelegt!

Bibelwort: Matthäus 28,16-20 (zum Evangelium vom Dreifaltigkeitssonntag)


Es ist ein kurzes Evangelium heute, aber es ist „alles drin, was der Mensch braucht“: Zuerst kommen die Verehrung und sogar der Zweifel. Danach ist die Rede von der Aussendung der Jünger in die ganze Welt, um auch andere mit der Botschaft Gottes vertraut zu machen und mit dem Glauben an ihn „anzustecken“. Wie sollen sie das machen? Das Evangelium gibt uns die Formel der Dreieinigkeit „Vater, Sohn und Heiliger Geist“ mit auf den Weg. Jesus schickt seine Freunde und Freundinnen, um die Menschen zu taufen. Wir sind getauft, das heißt wörtlich, wir sind eingetaucht in alle Dimensionen Gottes: In den Vater, also in den, der alles schafft und am Leben erhält. In den Sohn, in den, der so wie wir Fleisch und Blut geworden ist und uns in allem heilt, befreit und erlöst. In den Geist, in die Kraft und den Atem Gottes, „der Herr ist und lebendig macht“ (wie das alte Glaubensbekenntnis sagt). Irgendwie ist es unglaublich und unfassbar, was uns in dieser Taufformel alles zugesagt ist, noch dazu in so konzentrierter Form. Vielleicht haben die Jünger und Jüngerinnen Jesu auch – so wie wir heute – irritiert reagiert und verständnislos dreingeschaut. Das Schlusswort Jesu bringt die ganze Kraft der Ermutigung und des Trostes mit sich: „Seid gewiss: Ich bin bei euch alle Tage bis zum Ende der Welt.“ Ja, wenn das so ist, wenn Gott wirklich immer gegenwärtig ist, dann habe ich den Mut und das Vertrauen, an den großen, dreifaltigen Gott zu glauben.

 

Christine Rod MC

 

Quelle: Bergmoser + Höller Verlag AG;

2. Bild links: Bild: Doris und Michael Will In: pfarrbriefservice.de

Bild rechts oben: Martin Manigatterer, pfarrbriefservice.de




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