Katholische Pfarrgemeinde  Dom zum Heiligen Kreuz

Nordhausen

ZwischenTöne

Zwischen den Tönen singen kann man genauso wenig, wie zwischen den Zeilen lesen (These).
Unsere Erfahrung ist aber, dass im übertragenen Sinn das sehr gut funktioniert (z.B. im "Wahlkampf").

In der Rubrik ZwischenTöne erinnern wir deshalb an Festtage oder auch an Ereignisse, die außerhalb der "großen" Sonntage des Jahreskreises liegen und wir sie deshalb "nicht auf dem Schirm" haben. Die es aber trotzdem verdient haben, benannt zu werden.


Monat September




Foto: Michael Tillmann

                                     

Die drei kleinen Marienfeste im September – Mariä Geburt am 8., Mariä Namen am 12. und Mariä Schmerzen am 15. September – beleuchten das Leben der Gottesmutter und ihr fürbittendes Wirken für die Menschen und die Kirche. Das Fest Mariä Geburt ist das älteste der drei Feste und hat antike Wurzeln in der Ostkirche. Die beiden anderen Feste sind im Mittelalter entstanden und sind Ausdruck einer innigen Marienfrömmigkeit ihrer jeweiligen Zeit.



Foto: Peter Kane


Papst Gregor der Große (ca. 540-604, Gedenktag: 3. September) war mit 30 Jahren Präfekt der Zivilverwaltung Roms. Nach dem Tod seines Vaters wurde er 575 Benediktinermönch. Wenig später empfing er die Diakonenweihe und wurde päpstlicher Gesandter in Konstantinopel. Zurück in Rom, erlebte er 590 die große Über-schwemmung, in deren Folge auch der Papst an der Pest starb. Gregor wurde sein Nachfolger, aktiv in Politik, Kirche und in der Fürsorge für die Armen. Er ordnete die Liturgie neu und die Einheit der Kirchen des Ostens und Westens lag ihm am Herzen.




5. Jahrestag der Heiligsprechung Mutter Teresas:
Am 4. September – einen Tag vor ihrem liturgischen Gedenktag – im Jahr der Barmherzigkeit 2016 wurde Mutter Teresa von Papst Franziskus heiliggesprochen.



Grafik: Thomas Plaßmann


Am 12. September findet in Deutschland (in der Weltkirche schon im Mai) der 55. Welttag der sozialen Kommunikationsmittel statt. Papst Franziskus hat ihn in seiner Botschaft im Januar unter das Motto gestelt: „Komm und sieh!“ (Joh 1,46). Kommunizieren, indem man den Menschen begegnet, wo und wie sie sind.“ Keine Kommunikation von oben herab , wie es Thomas Plaßman mit einem Augenzwinkern dargestellt hat. Der Papst schreibt dazu: „Es ist notwendig, die bequeme Überheblichkeit des „Weiß ich schon!“ abzulegen und sich in Bewegung zu setzen; zu gehen, um zu sehen, bei den Menschen zu sein, ihnen zuzuhören und die Anregungen der Wirklichkeit zu sammeln, die uns unter vielerlei Gesichtspunkten immer wieder überraschen wird.“




Übrigens:

Schon im vorigen Jahrtausend, genau zum 32. Welttag der sozialen Kommunikationsmittel, ging unsere Site "ans Netz".

In puncto Öffentlichkeitsarbeit folgten wir damit unserem Pfarrbrief, dem Domboten, der bereits einige Zeit zuvor (am 3. April 1993) das Licht der Medienwelt erblickte.



Foto: Michael Tillmann


Am 16. September feiert die Kirche den Gedenktag des heiligen Kornelius, der von 251 bis 253 Papst gewesen ist. Seine kurze Amtszeit fiel in eine „Pause“ der Christenverfolgungen des Kaisers Decius, jedoch in eine sehr unruhige Zeit innerhalb der Kirche. In der Frage, wie mit den in der Verfolgung abtrünnigen Christen umzugehen sei, kam es zwischen Kornelius, der eine gemäßigte Position einnahm, und seinem Kontrahenten Novatian zur Spaltung und zur Wahl eines Gegenpapstes. Eine Synode in Rom konnte das Novatianische Schisma beenden. 253 wurde Kornelius vom Kaiser verbannt und starb im Exil. Er zählt zu den vier heiligen Marschällen Gottes – Schutzheilige, die gegen Seuchen angerufen wurden.



                                               



Quelle: Bergmoser + Höller Verlag AG
Fotos: Michael Tillmann, Peter Kane, Grafik: Thomas Plaßmann
Bild im Header: © Herrad von Landsberg / cc0 – gemeinfrei / Quelle: commons.wikimedia.org

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