Katholische Pfarrgemeinde  Dom zum Heiligen Kreuz

Nordhausen

Liturgie - ZwischenTöne

Zwischen den Tönen singen kann man genauso wenig, wie zwischen den Zeilen lesen (These).
Unsere Erfahrung ist aber, dass im übertragenen Sinn das sehr gut funktioniert.

In der Rubrik ZwischenTöne erinnern wir deshalb an Festtage oder auch an Ereignisse, die außerhalb der "großen" Sonntage des Jahreskreises liegen und wir sie deshalb "nicht auf dem Schirm" haben. Die es aber trotzdem verdient haben, benannt zu werden.


Monat Juli

                FÜR MONAT JULI



Wir beten, dass das Sakrament der Krankensalbung den Menschen, die es empfangen, und ihren Angehörigen die Kraft des Herrn schenkt und für alle immer mehr zu einem sichtbaren Zeichen der Barmherzigkeit und Hoffnung wird.


Altartafel, Kirche von Salem



Birgitta von Schweden (geb. um 1303) war erst 10, als sie erste Visionen er-ebte – eine Begabung, die sie durch das Leben begleitete.
Früh wurde sie Mutter von acht Kindern;
mit ihrem Mann verband sie eine tiefe Frömmigkeit. Gemeinsam unternahmen sie große Wallfahrten. Danach lebten beide in klösterlicher Abgeschiedenheit.
Ihr Mann starb 1344, Birgitta wurde durch Visionen „Braut und Sprachrohr Christi“. So kam es zur Gründung einer
Klostergemeinschaft – „Erlöserorden“ genannt. 70-jährig starb sie 1373 in Rom.
Ihr Gedenktag ist der 23. Juli.



Foto: Michael Tillmann



Am 24. Juli feiert die Kirche Christo-phorus, den „Christusträger“. Schon im Mittelalter begann man zu zweifeln, ob es ihn überhaupt je gegeben hat. Aufgrund des Aberglaubens, dass die, die ihn angesehen haben und am selben Tag sterben, einen guten Tod haben, wurden überall seine Statuen aufgestellt oder seine Bilder hingemalt. Auch an Christophorus entzündete sich die Kritik der Reformation an der Heiligenvereh-rung. Jemanden zu verehren, den es vermutlich nie gab, erschien den ersten Protestanten und Protestantinnen frevelhaft. Ausgerechnet Martin Luther hatte aber etwas für Christophorus übrig. Zwar lehnte er den Kult um den Heiligen ab, aber seine Legende sei eine schöne Parabel auf das Leben eines -. Wer in dem kleinen Kind in der Krippe den Mächtigsten der Welt erkennt, der wird selber zu Christophorus.


Foto: Peter Kane



Jakobus der Ältere (Gedenktag: 25. Juli) war einer der bevorzugten Jünger Jesu; Zeuge der Verklärung und an der Seite Jesu vor seiner Verhaftung. Um 43 nach Christus starb er als Erster der Apostel den Märtyrertod.















Foto: Karl-Heinz Lenzner



Am 26. Juli feiern wir den Gedenktag der Eltern Mariens, Joachim und Anna. Das heilige Paar wird in den Evangelien nicht erwähnt. Um das Jahr 200 werden zum ersten Mal ihre Namen genannt. Seit dem 10. Jahrhundert wächst ihre Verehrung.







Grafik: ideen archiv




Seit 2021 begeht die Kirche am vierten Sonntag im Juli (in der zeitlichen Nähe des Gedenktages der Großeltern Jesu, Anna und Joachim, am 26. Juli) den Welttag der Großeltern und Senioren. In diesem Jahr lautet das Motto: „Verwirf mich nicht, wenn ich alt bin (Psalm 71,9).“ Da heute die Großeltern in der Weitergabe des Glaubens an die Kinder eine immer größere Rolle spielen, können Anna und Joachim unsere Fürsprecher sein, dass auch unsere Kinder die Frohbotschaft von Jesus Christus hören und erleben

 

Quelle: Bergmoser + Höller Verlag AG
Bild 1: Altartafel, Kirche von Salem
Bild 2: Foto: Michael Tillmann
Bild 3: Foto: Peter Kane
Bild 4: Foto: Karl-Heinz Lenzner
Bild 5: Grafik: ideen archiv
Bild im Header: siehe Hinweis auf Seite "Liturgie"

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