Katholische Pfarrgemeinde  Dom zum Heiligen Kreuz

Nordhausen

Liturgie - Impuls

 


Jesus:
Der sich
richten
lässt,
lässt sich
richten,
damit wir
nicht gerichtet,
sondern
gerettet
werden
durch den,
der vom
Vater aus
dem Tod
ins Leben
gerettet
wurde.

Bibelwort: Johannes 3,16-18 (zum Evangelium vom Dreifaltigkeitssonntag)

AUSGELEGT!

Was soll man denn sagen zur Dreifaltigkeit? Am ehesten erreicht man die Vorstellungswelt von Menschen mit den drei Falten des einen Vorhangs. Da ist zugleich ein „drei und eins“. Und wenn wir dann auf diese Bibelstelle schauen, ist doch nur wieder von zweien die Rede: Dem Vater und dem Sohn. Der Geist ist – ja, wo ist er hier? Zumindest weit entfernt. Oder zwischen den Zeilen?

Auch dem Evangelisten Johannes dürfte klar gewesen sein, dass man ohne einen gutwilligen Geist diese Worte nicht verstehen wird. Es war allein Gottes Entschluss, als sein Sohn zur Welt zu kommen. Dazu trugen Menschen nichts bei. Menschen sollen aber verstehen, warum das geschieht, nämlich aus Gnade. Oder, in den Worten des Textes: damit wir dem Gericht entgehen. Wer an den Sohn glaubt, wird nicht gerichtet. Das ist doch mal ein Wort – falls man sich vor dem Gericht fürchtet. Das sollten nur die, die Gottes Willen verachten oder lächerlich machen. Fürchten sollten sich nur die, die andere Menschen ausbeuten oder ihnen Gewalt antun, in welcher Form auch immer. Dazu wollen wir nicht gehören, darum lassen wir den Geist an uns wirken und folgen dem Sohn des Vaters: Liebt einander, wie Gott uns liebt. Bleibt mit allen Menschen auf Herzenshöhe. Wer das will, entgeht dem Gericht und liegt Gott am Herzen.

Michael Becker


Foto: Michael Tillmann
Quelle: Bergmoser & Höller Verlag AG

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