Katholische Pfarrgemeinde  Dom zum Heiligen Kreuz

Nordhausen

Wort des Pfarrers


Liebe Gemeindeglieder, liebe Leserinnen und Leser dieser Seite,

nach acht Jahren als Kooperator unserer Kirchengemeinde wird Herr Pfarrer Hermann-Josef Seideneck zum 1. Oktober in den Ruhestand gehen und Wohnsitz in seinem Heimatort Ferna nehmen. Für seinen treuen Dienst in unserer Gemeinde danke ich an dieser Stelle herzlich. Unsere Kirchengemeinde wird in den Gottesdiensten im September Pfarrer Seideneck verabschieden, um ihm zu danken und einen guten Ruhestand zu wünschen.

Gleichzeitig wird auch Herr Pfarrer in Ruhe Günther Albrecht demnächst seinen Wohnsitz in Regensburg nehmen. Für seinen Dienst als Pfarrer in Sondershausen und Kooperator in Nordhausen sage ich an dieser Stelle ebenfalls von Herzen Danke und wünsche ihm einen guten Neustart.

Für unsere Pfarrgemeinde steht damit ein großer Einschnitt bevor. Die Kooperatorenstelle von Pfarrer Seideneck kann durch die Diözese nicht neu besetzt werden, da schlicht und ergreifend keine Priester mehr zur Verfügung stehen. Das Wort vom Priestermangel wird für uns leider damit Realität.

Ab dem 1. Oktober werde ich als Pfarrer dieser Gemeinde allein den priesterlichen Dienst wahrnehmen. Daher muss schrittweise ab 1. September die Gottesdienstordnung verändert werden. Eine Arbeitsgruppe des Pfarreirates hat eine neue Ordnung erstellt, die den neuen Gegebenheiten Rechnung trägt. Die Grundpfeiler dieser Ordnung sind auf der Nachbarseite (siehe unten) kurz und bündig zusammengefasst. Über die Vor- und Nachteile dieser neuen Gottesdienstordnung wurde in den Kirchorträten bzw. im Pfarreirat  diskutiert und am Ende Einigkeit erzielt, so dass der Pfarreirat in seiner Sitzung am 17. Juli in Sondershausen die neue Ordnung als Experiment bis zum Jahresende einstimmig beschlossen hat. Wir bitten Sie daher auch um konstruktive Kritik oder Hinweise.

Wort-Gottes-Feiern werden in der Planung unserer Gottesdienste eine immer größer werdende Rolle spielen. Ich bin den Frauen und Männern dankbar, die diesen Dienst mit großer Hingabe versehen.

Wir geben schweren Herzens den Gottesdienstort Niedersachswerfen auf, dies erscheint aufgrund der kurzen Entfernungen nach Nordhausen oder Ellrich zumutbar.

Mir ist klar, dass die neue Ordnung keine Begeisterung auslöst. Sie verlangt Einsicht in die Notwendigkeit und darüber hinaus die Bereitschaft, sich regelmäßig über die aktuellen Vermeldungen zu informieren.

Trotz allem bleibt unser Auftrag, das Evangelium auch unter erschwerten Bedingungen in die Welt zu tragen. Gemeinsam mit den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern stehen wir zusammen und an Ihrer Seite.

Ihr Pfarrer Steffen Riechelmann

Grundsätzliches zur neuen Gottesdienstordnung

Wir bekennen uns zur Fläche.
In unserer Großpfarrei wird auch in der größer gewordenen Fläche in zumutbarer Entfernung Gottesdienst gefeiert.

Es steht im Regelfall nur ein Priester zur Verfügung.
Pfarrer i.R. Hentrich wird aber gottlob immer wieder mit aushelfen.

Wort-Gottes-Feiern werden das Gottesdienstangebot ergänzen.
Wir versuchen den Übergang von der Betreuungsgemeinde zur Beteiligungsgemeinde.

Die Gottesdienstzeiten werden „rotieren“.
Das ist eine gerechte Verteilung der Lasten – jeder Kirchort übernimmt Verantwortung für die Großgemeinde.

Im Dom wird jeden Sonntag um 10:30 Uhr Gottesdienst gefeiert.
Bei allen Veränderungen stellt dies eine notwendige Verlässlichkeit her.

Alles braucht seine Zeit.
Bis zum Jahreswechsel werden wir diese neue Gottesdienstordnung testen.
Wir sind für alle Vorschläge, Lob und Kritik offen.

Die Kirche lebt – auch in einer Zeit tiefgreifender Veränderungen.
Nehmen wir diese Herausforderung an und erfüllen wir die Pläne mit Leben.

Foto rechts: Bernhard Riedel; pfarrbriefservice.de

E-Mail
Anruf
Karte
Infos